Bericht aus dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Die Vollversammlung des ZdK hat vom 23. – 24. Mai in Paderborn und digital am 11. Juli getagt. Neben dem Bericht der Präsidentin über aktuelle Entwicklungen erfolgte eine erneute Beratung zur Neufassung der Satzung und Geschäftsordnung. Zudem wurden folgende Anträge beschlossen:

  • Missbrauch aufarbeiten, Prävention stärken, Anstrengungen intensivieren
  • Appell zur Umsetzung eines Rechtsanspruchs auf einen Freiwilligendienst
  • Stärkung der Sozialpartnerschaft
  • Kein Wettbewerb zulasten von Menschenrechten, Umwelt und Klima – Erhalt und Umsetzung der EU-Lieferkettenrichtlinie
  • Initiativantrag: „Finanzierung des Forschungsprojekts des BDKJ zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in den Jugendverbänden und Strukturen des BDKJ mit vereinten Kräften unterstützen.“

Die nächste Vollversammlung tagt am 27./28. November 2025 in Berlin.

Im Rahmen der kommenden Tagung stehen Wahlen u.a. zum ZdK-Präsidium, der Sprecher*innen der Sachbereiche und die Besetzung des ZdK-Hauptausschusses sowie der Gemeinsamen Konferenz (siehe Stichwort) an. Zudem wird eine abschließende Beratung und Beschlussfassung zur Satzung und Geschäftsordnung erfolgen.

Nicht erst seit der Vollversammlung in Paderborn wird intensiv die Frage, ob der Name „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ überarbeitet werden soll, diskutiert. Das ZdK-Präsidium hat die Mitglieder der Vollversammlung eingeladen, bis zum 15. Dezember Vorschläge zur Namensänderung einzureichen. Eine Arbeitsgruppe soll der Vollversammlung im Herbst 2026 einen Vorschlag zu unterbreiten, über den dann beraten und ggf. abgestimmt wird.

STICHWORT: Gemeinsame Konferenz

Die Gemeinsame Konferenz wurde im Zuge der Würzburger Synode (1971 – 1975) als ständiges Organ errichtet. Ihr gehören je zehn Mitglieder des Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) an. Sie berät über kirchliche Aufgaben auf überdiözesaner Ebene und empfiehlt je nach Zuständigkeit die Durchführung entsprechender Maßnahmen.  
 

Info
Das Diözesankomitee im Bistum Münster wird durch Cornelia Grasshoff, Jürgen Tausgraf und Ulrich Vollmer vertreten. Brigitte Lehmann nimmt als Delegierte der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands teil.