Auftrag

Sachausschuss Weltkirche

Der Sachausschuss arbeitet im subsidiären Sinne im Auftrag des Diözesankomitees und für das Bistum in dem Themenfeld "Entwicklung, Frieden, Mission". Organisatorisch ist er dem Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster zugeordnet. Die Mitglieder des Ausschusses, Vertreter katholischer Verbände und Räte haben es sich zur Hauptaufgabe gesetzt, der Thematik Entwicklung, Frieden, Mission durch inhaltliche und organisatorische Arbeit einen ihrer Bedeutung entsprechenden Stellenwert im Bistums zu verschaffen.

Seine Verantwortung nimmt der Sachausschuss durch kontinuierliche Arbeit im Zusammenwirken mit den für den Arbeitsbereich zuständigen kirchlichen Fachstellen, Verbänden und Sachausschüssen der Gemeinden wahr indem er

  • friedens- und entwicklungspolitische Themen bearbeitet und Stellungnahmen verfasst;
  • Innerkirchliche Entwicklungen verfolgt und aktiv an ihnen teilnimmt
  • Ansprechpartner für den Sachbereich Entwicklung, Frieden, Mission im Bistum Münster ist.


Einen Schwerpunkt seiner Arbeit sieht der Sachausschuss in der exemplarischen Partnerschaftsarbeit mit den Bistümern in Nordghana.

Zum Herunterladen:

Arbeitsprofil: Grundlagen, Zielsetzung, Handlungsfelder und Projekte

"Treu dem Evangelium, solidarisch mit den Armen, engagiert für den Frieden"

I. Grundlage

Der dem Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster zugeordnete Sachausschuss Weltkirche hat in der 1998 veröffentlichten Erklärung "Grundgedanken zum Selbstverständnis und zur Arbeit in den Bereichen 'Ent­wicklung, Frieden, Mission'" die Grundlagen seiner Arbeit ausführlich festgehalten.1 Demgemäß beschäftigt er sich mit jenen Fragen, die sich un­serer Ortskirche als Teil der Weltkirche und ihres gemeinsamen Auftrages stel­len, nämlich: "das Evangelium vom Reich Gottes der Welt zu verkünden" (Lk 4,43). Dieser Auftrag umfasst mit der Verkündigung des Evangeliums auch die Solidarität mit den Armen und den Einsatz für Gerechtigkeit und Frie­den. In der Wahrnehmung der dabei anste­henden Herausforderungen lässt sich der Sachausschuss von jener Option lei­ten, wie sie in der Pastoralkonstitution "Die Kirche in der Welt von heute" formu­liert wurde: "Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Be­drängten aller Art, sind auch Freude und Hoff­nung, Trauer und Angst der Jün­ger Christi." (GS 1) In Zeiten zunehmender Globalisierung ist von den Christin­nen und Christen die gemeinsame Verant­wortung für eine humanere Gestal­tung der Weltgesellschaft in besonderem Maß gefordert, was sich in ihrem Ein­treten für die Menschenwürde aller und in der Solidarität vor allem mit den Opfern der Globalisierung dieser Welt äußert.

Der Sachausschuss beruft sich in seiner Arbeit auf den Beschluss des Diöze­sanforums, in dem festgehalten wird, dass unsere Ortskirche die Auf­gabe hat, "die Stimme und Interessen der Armen in der Welt und in dieser Ge­sellschaft hier zu Gehör zu bringen" (11.5.4). Deshalb hat sie sich auch zur An­wältin für die Menschenrechte, für eine größere Gerechtigkeit und für den Frie­den in der Welt zu machen und sich mit allen Kräften dafür zu engagieren. Die­ses Engagement umfasst dabei "alles, was die reale Freiheit erweitert: Mate­rielle Grundversorgung, Menschenrechte und demokratische Entwicklung, ge­rechte und umweltverträgliche Wirtschaftsordnung, Schutz des Lebens und der Familie, gerechte Friedensordnung und ethische, verantwortete Gestaltung der Globalisierung." (Allen Völkern Sein Heil. Die Mission der Weltkirche  39) Das Evangelium von der "Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes" (Tit 3,4) inspi­riert unser Handeln, in ihm finden wir unsere Motivation und unsere Orientie­rung.

Für das Bistum Münster sowie das Diözesankomitee der Katholiken hat die Bistumspartnerschaft mit der Kirchenprovinz in Nordghana besondere Bedeu­tung. Die Verantwortung für die Pflege dieser partnerschaftlichen Beziehungen liegt beim Sachausschuss Weltkirche, der über langjährige weltkirchliche Lernerfahrungen verfügt.

II. Zielsetzung

Unter dem Motto „Treu dem Evangelium, solidarisch mit den Armen, engagiert für den Frieden“ ist der Sachausschuss Weltkirche gesellschaftspolitisch und bewusstseinsbildend in den  folgenden drei Kernbereichen aktiv:

1. Mission
2. Entwicklung
3. Frieden

III. Handlungsfelder

Zentrale Handlungsfelder sind dabei:

1. Partnerschaftsarbeit
(Bistumspartnerschaft Münster – Nordghana,  Bistumspartnerschaft Münster – Tula)
2. Östliches Europa
3. Migration
4. Eine-Welt-Arbeit in den Gemeinden
5. Fairer Handel
6. Menschenrechte
7. Ursachen von Gewalt / Friedliche Konfliktlösung

IV. Organisation der Arbeit: Gremien und Methoden

Die genannten Handlungsfelder werden in folgenden Gremien bearbeitet:

1. Arbeitskreis Ghana
2. Temporäre Arbeitskreise
3. Projektgruppen

Die Handlungsfelder werden auf unterschiedliche Weise bearbeitet:

1. Aufbereitung von Themen und Beratung des DKK-Vorstandes
2. Erarbeitung von Positionspapieren und Stellungnahmen, insbesondere für den kirchlichen und politischen Bereich der Gesellschaft
3. Erstellung von Arbeitshilfen
4. Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
5. Zusammenarbeit mit anderen Organisationen

V. Projekte

In den nächsten vier Jahren sollen auf dieser Basis u. a. folgende Projekte umgesetzt werden:

1. Bestandserhebung der Eine-Welt-Gruppen im Bistum Münster unter dem Aspekt der Veränderungen durch die Gemeindeumstrukturierungsprozesse
2. Bestandserhebung der Jugend- und Erwachsenenverbände hinsichtlich ihres weltkirchlichen Profils
3. Erarbeitung einer Handreichung zur Partnerschaftsarbeit für Gemeinden u. a.
4. Fortschreibung des Konziliaren Prozesses im Bistum Münster: Aktualisierung der "Botschaft von Münster", Auslobung des Preises für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung usw.
5. Erstellung eines Schreibens an Gruppen, Gemeinden, Verbände und Orden zur bleibenden Bedeutung der entwicklungshemmenden  Auslandsverschuldung der Dritten Welt
6. Erstellung von Hinweisen zur Umsetzung der ÖRK-Dekade zur Überwindung von Gewalt und der Kampagne "Frieden für die Stadt"
7. Vernetzung der Gemeinden anderer Muttersprache im Bistum Münster
8. Vernetzung der Impulse des "Bündnisses gegen Frauenhandel und Zwangsprostitution in NRW" im Bistum Münster
9. Beteiligung an Aktionen und Kampagnen, beispielsweise "erlassjahr.de" oder "Deine Stimme gegen Armut" zur Verwirklichung der Millenniumsziele

Münster, 11. Mai 2007

Diözesankomitee
der Katholiken

Lisa Rotert (Geschäftsführerin)
Rosenstr. 17, 48143 Münster
Tel.: 0251 495 17081
Fax: 0251 495 17083
dioezesankomitee@bistum-muenster.de






Gedanken zum Slogan