Auftrag

Sachausschuss Schöpfungsverantwortung und nachhaltige Entwicklung

Eine große Zahl von Menschen in unserem Bistum, in Gemeinden und Gruppen, Orden und Verbänden hat begonnen, sich und ihren Lebensstil zu ändern. Ermutigt durch den konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung haben sie sich auf einen ökumenischen Weg begeben. Hilfestellung auf diesem Weg geben persönlich aber auch inhaltlich die Mitglieder des Sachausschusses Schöpfung und Umwelt des Diözesankomitees der Katholiken als Zusammenschluss der organisierten Kräfte des Laienapostolates auf Diözesanebene. Die Mitglieder des Sachausschusses kommen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern und beraten mit ihrer beruflichen Fachkompetenz den Vorstand des Diözesankomitees.

Im Rahmen des Auftrages durch die Botschaft von Münster und durch die Beschlüsse des Diözesanforums arbeitet der Sachausschuss Schöpfung und Umwelt mit und gibt Materialien für Einrichtungen und Pfarrgemeinden heraus, veranstaltet Informationsveranstaltungen und führt auf Anfrage Mitarbeiterfortbildungen für kirchliche Einrichtungen durch. Der Sachausschuss nimmt so eine Anwaltsfunktion in Kirche und Gesellschaft wahr.

Arbeitsprofil: Grundlagen, Zielsetzung, Handlungsfelder und Projekte

I Grundlagen der Ausschussarbeit

In der Pastoralkonstitution "Über die Kirche in der Welt von heute" formuliert das II. Vatikanische Konzil "Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute besonders der Armen und Bedrängten sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi." (GS 1).

Viele Fragen und Ängste verbinden die Menschen unserer Tage mit der sorgenden Frage nach der Zukunft der Schöpfung und den Möglichkeiten zur Manipulation des Lebendigen, die wir der Entwicklung der Technik - auch im Bereich der Medizin - verdanken. Als entscheidende ethische Fragen betrachtet das Diözesankomitee die Fragen die sich zum Beginn und am Ende des menschlichen Lebens stellen genauso wie die Suche nach Eckpunkten einer Lebensgestaltung in Solidarität mit den nachfolgenden Generationen.

In der Arbeit des Ausschuss Schöpfungsverantwortung und nachhaltige Entwicklung sucht das Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster nach Antworten auf diese Fragen.

Die Beschlüsse des Diözesanforums und die sog. Botschaft von Münster sind genauso Grundlage der Überlegungen wie das Wissen des Glaubens um den Menschen als Teil der Schöpfung: "Die Kirche darf am Menschen nicht vorbeigehen; … im Menschen selbst sind viele widersprüchliche Elemente gegeben. Einerseits erfährt er sich nämlich als Geschöpf vielfältig begrenzt, andererseits empfindet er sich in seinem Verlangen unbegrenzt und berufen zu einem Leben höherer Ordnung. Zwischen vielen Möglichkeiten, die ihn anrufen, muss er dauernd unweigerlich eine Wahl treffen und so auf dieses oder jenes verzichten. Als schwacher Mensch und Sünder tut er oft das, was er nicht will, und was er tun wollte, tut er nicht. … Dieser Mensch ist der Weg der Kirche." (Redemptor hominis 14)

II Zielsetzungen

Der Sachausschuss Schöpfungsverantwortung und nachhaltige Entwicklung entwickelt Projekte und Kampagnen die der Bewahrung der Schöpfung auf allen Ebenen des Bistums Münster verpflichtet sind. In den Fragen der Ethik der Lebensbereiche beobachtet der Sachausschuss die aktuelle Diskussion und entwickelt Positionen des Diözesankomitees weiter.

III Handlungsfelder

Zentrale Handlungsfelder des Sachausschusses Schöpfungsverantwortung und nachhaltige Entwicklung sind:
- Fragen der Energieeffizienz
- Fragen der Landwirtschaft und der neuen technischen und biologischen Möglichkeiten
- Fragen der grünen und der roten Gentechnologie
- Fragen des Naturschutzes
- Fragen des Klimaschutzes
- Fragen der Bedrohung des menschlichen Lebens (besonders zu dessen Beginn und Ende)

IV Organisation der Arbeit:

a) Gremien
1.Plenum des Sachausschusses
2.Arbeitsgruppen, zum Beispiel:
- Arbeitsgruppe grüne Gentechnologie
- Arbeitsgruppe Energieeffizienz
- Arbeitsgruppe Medizinethik
- Arbeitsgruppe Angebote zur Bildung in ethischen und ökologischen Fragen

b) Methoden
1.Aufarbeitung von Themen und Beratung des Vorstandes des Diözesankomitees der Katholiken
2.Erarbeitung von Positionspapieren und Stellungnahmen, im Auftrag des Diözesankomitees
3.Erarbeitung von Arbeitshilfen
4.Bildungsarbeit in Zusammenarbeit mit dem Verbund der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Münster.
5.Zusammenarbeit mit anderen Organisationen innerhalb und außerhalb des Bistums Münster

V Projekte

In den nächsten vier Jahren sollen auf dieser Basis unter anderem folgende Projekte umgesetzt werden:
1.Initiative zur Reduktion des Energieverbrauchs auf den verschiedenen Ebenen des Bistums Münster
- Beitrag zu einer entsprechenden Ausgabe von "Unsere Seelsorge – Themenheft der Hauptabteilung Seelsorge"
- Aus- und Fortbildungsangebote für Hausmeister kirchlicher Einrichtungen und Schulen
- Fortbildungsangebote für hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger
2.Initiative zur weiteren Optimierung des Einkaufs der Einrichtungen und Gemeinden des Bistums Münster unter gleichzeitiger Berücksichtigung von ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten.
3.Einwicklung eines Positionspapiers zur so genannten grünen Gentechnik.
4.Erarbeitung eines Diskussionspapiers zu Ethik- und Umweltfragen.

Münster, 11. Mai 2007

Diözesankomitee
der Katholiken

Lisa Rotert (Geschäftsführerin)
Rosenstr. 17, 48143 Münster
Tel.: 0251 495 17081
Fax: 0251 495 17083
dioezesankomitee@bistum-muenster.de






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