Satzung

Die Satzung des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Münster, der Kreiskomitees der Katholiken im Bistum Münster und des Diözesanrates im Bistum Münster zum Herunterladen.

Die Satzung des Diözesankomitees der Katholiken im Wortlaut:

Satzung für das Diözesankomitee
der Katholiken im Bistum Münster
Zusammenschluss der organisierten Kräfte
des Laienapostolates auf Diözesanebene

§ 1 Das Diözesankomitee der Katholiken

1. Das Diözesankomitee der Katholiken ist der freiwillige Zusammenschluss von Vertreterinnen und Vertretern der katholischen Verbände und anderen Organisationen des Laienapostolates, der Kreis-, Stadt- und Landeskomitees der Katholiken sowie von weiteren katholischen Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft im Bistum Münster.

2. Es ist das vom Bischof anerkannte Organ im Sinne des Konzilsdekrets über das Apostolat der Laien (Nr. 26) und des Beschlusses der gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland "Verantwortung des ganzen Gottesvolkes für die Sendung der Kirche" (III 3.4) zur Koordinierung der Kräfte des Laienapostolats und zur Förderung der apostolischen Tätigkeit der Ortskirche.

3. Das Diözesankomitee ist unabhängig von anderen Gremien und fasst seine Beschlüsse in eigener Verantwortung.

§ 2 Aufgaben

1. Das Diözesankomitee hat insbesondere folgende Aufgaben:
a) die kritische Wahrnehmung des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen Lebens, des politischen Handelns und der internationalen Beziehungen sowie die Vertretung gemeinsamer Anliegen katholischer Frauen und Männer in Kirche, Staat und Gesellschaft,
b) die Beratung gemeinsamer Aufgaben in Kirche, Staat und Gesellschaft,
c) die Förderung und Anregung der katholischen Verbände und Organisationen sowie der Kreis-, Stadt- und Landeskomitees der Katholiken im Bistum Münster,
d) die Anregung und Beratung des Diözesanrates in Fragen des Laienapostolates sowie des öffentlichen und kirchlichen Lebens,
e) die Vorbereitung und Durchführung von Initiativen, Aktionen und Stellungnahmen zu Fragen des öffentlichen und kirchlichen Lebens.

2. Das Diözesankomitee steht dabei in einem ständigen Meinungsaustausch 12 mit den Gremien kirchlicher Mitverantwortung und mit jenen Einrichtungen des Bistums, deren Tätigkeit seinen Verantwortungsbereich berührt. Es nimmt überdiözesane Aufgaben in entsprechenden Gremien wahr.

§ 3 Mitgliedschaft

Mitglieder des Diözesankomitees sind:
a) Delegierte aus katholischen Verbänden und anderen Organisationen des Laienapostolates. Diese Delegierten können Verbände und Organisationen entsenden, die berufspolitische, gesellschaftspolitische, caritative oder religiöse Zielsetzungen haben oder die in ihrer Bildungsarbeit auf diesen Dienst ausgerichtet sind. Sie müssen ihre Arbeit im ganzen Bistum vollziehen, Mitglieder führen und demokratisch gewählte Leitungen haben. Über das Delegationsrecht entscheidet die Vollversammlung. Es kann durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand zurückgegeben werden.

b) Delegierte aus den Kreis- und Stadtdekanaten, aus dem Offizialatsbezirk Oldenburg und aus dem Diözesanrat.

c) Persönlichkeiten aus dem öffentlichen und kirchlichen Leben, die durch besondere Fachkenntnisse oder durch ihre Tätigkeit geeignet sind, die Arbeit des Diözesankomitees in besonderer Weise zu fördern.

§ 4 Organe

Organe des Diözesankomitees sind:
a) die Vollversammlung,
b) der Vorstand.

§ 5 Zusammensetzung der Vollversammlung

Der Vollversammlung gehören an:

1. die von den delegationsberechtigten Verbänden und Organisationen gewählten Delegierten, und zwar bis 10.000 Mitglieder – 1 Delegierte/r, 100.000 Mitglieder – 2 Delegierte, über 100.000 Mitglieder – 3 Delegierte;

2. je 3 Vertreter/-innen, die von den Stadt-/Kreiskomitees der Katholiken im rheinisch-westfälischen Bistumsanteil und aus dem Komitee der Katholiken im Offizialatsbezirk Oldenburg gewählt werden;

3. bis zu 10 sachkundige Mitglieder, die von der Vollversammlung für jeweils 4 Jahre hinzugewählt werden;

4. die Mitglieder des Vorstandes.

§ 6 A rbeitsweise der Vollversammlung

1. Die Vollversammlung tritt mindestens einmal im Jahr zusammen. Die Einladung erfolgt schriftlich unter Angabe der Tagesordnung mit einer Frist von 2 Wochen. Auf Antrag von mindestens 1/5 der Mitglieder muss eine außerordentliche Vollversammlung einberufen werden.

2. Die Vollversammlung ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder der Vollversammlung anwesend ist. Beschlüsse werden mit der Mehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst. Satzungsänderungen erfordern eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder der Vollversammlung.

3. Über jede Sitzung wird eine Niederschrift angefertigt und allen Mitgliedern zugestellt.

4. Auf Antrag müssen Abstimmungsergebnisse bekannt gegeben werden.

§ 7 Aufgaben der Vollversammlung

1. Die Vollversammlung gibt Richtlinien für die Arbeit des Diözesankomitees und fasst Beschlüsse grundsätzlicher Art, die Grundlage für die Arbeit des Vorstandes sind.

2. Sie wählt
a) den Vorstand,
b) die hinzuzuwählenden Mitglieder,
c) Mitglieder für den Diözesanrat und das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken,
d) Delegierte, die das Diözesankomitee in anderen Gremien vertreten.
Sie bestimmt die Sachausschüsse und wählt deren Mitglieder, beschließt über Gesuche von Verbänden, die das Entsenderecht beantragen.

3. Die Vollversammlung kann für die Organe des Diözesankomitees und die Sachausschüsse Geschäftsordnungen erlassen.

4. Die Vollversammlung nimmt jährlich den Rechenschaftsbericht des Vorstandes entgegen und ist für die Entlastung des Vorstandes zuständig.

§ 8 Der Vorstand

1. Der Vorstand setzt sich zusammen aus
a) der/dem Vorsitzenden,
b) den beiden stellvertretenden Vorsitzenden,
c) 6 Beisitzer/-innen, die aus der Mitte der Vollversammlung gewählt werden,
d) 2 vom Diözesanrat gewählten Mitgliedern,
e) dem auf Vorschlag des Bischofs gewählten Geistlichen Beirat,
f) der/dem Geschäftsführer/-in.

2. Der Vorstand wird mit Ausnahme von 1.f) auf 4 Jahre gewählt. In gesonderten Wahlgängen sind die/der Vorsitzende/r, die Stellvertreter/- innen, der Geistliche Beirat und die Beisitzer/-innen zu wählen. Jedes Mitglied der Vollversammlung kann Wahlvorschläge machen. Bei der Wahl der Mitglieder des Vorstandes sollen die Mitgliedergruppen der Vollversammlung angemessen berücksichtigt werden. Gewählt ist, wer die meisten Stimmen auf sich vereinigt.
Für die Wahl der/des Vorsitzenden ist jedoch die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich.
Der Geistliche Beirat wird vom Bischof ernannt.

§ 9 Aufgaben des Vorstands

1. Der Vorstand
a) entscheidet Fragen, die nicht der Vollversammlung vorbehalten oder zwischen den Sitzungen der Vollversammlung zu regeln sind und alle Fragen, die ihm diese Satzung oder die Vollversammlung überträgt,
b) schlägt die Tagesordnung für die Vollversammlung vor,
c) schlägt dem Generalvikariat die/den Geschäftsführer/-in zur Anstellung vor,
d) beantragt beim Generalvikariat die erforderlichen Mittel für die laufende Arbeit, erstellt den Haushalt und überwacht dessen Durchführung,
e) hat der Vollversammlung jährlich einen Rechenschaftsbericht über seine Arbeit vorzulegen.

2. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Beschlüsse werden mit der Mehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst.

§ 10 Sachausschüsse

1. Für Sachbereiche, die einer ständigen Beobachtung und einer ständigen Mitarbeit des Diözesankomitees bedürfen, bildet die Vollversammlung für die Wahlperiode des Vorstandes Sachausschüsse, die die Beschlussfassung der zuständigen Organe vorbereiten.
Zur Beratung aktueller Fragen kann auch der Vorstand Ad-hoc-Ausschüsse bilden.

2. In die Ausschüsse können auch Personen berufen werden, die nicht Mitglieder der Vollversammlung sind. Die Sachausschüsse wählen aus ihrer Mitte eine/n Vorsitzende/n.

3. Die Vorsitzenden der Sachausschüsse werden zur Beratung der von ihren jeweiligen Ausschüssen erarbeiteten Vorlagen zu den Sitzungen des Vorstandes oder der Vollversammlung hinzugezogen, sofern dazu eine sachliche Notwendigkeit besteht.

4. In Fällen besonderer Dringlichkeit und aus anderen wichtigen Gründen kann der Vorstand den Ausschuss ermächtigen, eine Stellungnahme vorzubereiten und sie nach Zustimmung durch den Vorstand zu veröffentlichen.

§ 11 Geschäftsstelle und Geschäftsführer/in

1. Zur Unterstützung der Arbeit stellt das Bistum dem Diözesankomitee eine Geschäftsstelle zur Verfügung und setzt zur Deckung der laufenden Arbeit des Diözesankomitees auf Antrag einen Jahresbetrag im Haushalt der Diözese fest. ".

2. Die/Der vom Bistum auf Vorschlag des Vorstandes angestellte Geschäftsführer/- in ist für die Durchführung der Beschlüsse der Organe, die Organisation der Geschäftsstelle und die Durchführung der laufenden Geschäfte verantwortlich. Sie/Er ist an die Weisungen der/des Vorsitzenden gebunden.

§ 12 Übergangsbestimmungen

1. Die Satzung tritt mit der Anerkennung durch den Bischof von Münster in Kraft. Gleichzeitig wird damit die Satzung für das Diözesankomitee katholischer Verbände im Bistum Münster vom 1.1.1978 (Kirchliches Amtsblatt 1978, Art. 31) außer Kraft gesetzt.

2. Satzungsänderungen nach § 6 Abs. 2 bedürfen der Zustimmung des Bischofs von Münster.

3. Der bisherige Vorstand des Diözesankomitees katholischer Verbände bereitet die alsbaldige konstituierende Sitzung des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Münster vor und führt bis dahin die Geschäfte des Diözesankomitees.

Die gemäß §12 Abs. 1 geforderte Anerkennung wird hiermit erteilt.
Münster, den 22.2.2002

L. S.

† Reinhard Lettmann
Bischof von Münster

Diözesankomitee
der Katholiken

Ise Kamp (Geschäftsführerin)
Rosenstr. 17, 48143 Münster
Tel.: 0251 495 17081
Fax: 0251 495 17083
dioezesankomitee@bistum-muenster.de




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