Ise Kamp freut sich im Ruhestand auf unverplante Zeit

Ise Kamp

Ise Kamp, Geschäftsführerin von Diözesanrat und -komitee, beendet Tätigkeit

Wenn Ise Kamp zum 1. Januar in den Ruhestand geht, freut sie sich am meisten auf unverplante Zeit. Gut zehn Jahre war die 63-Jährige dann als Geschäftsführerin des Diözesanrats und des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Münster tätig.

Ihre Arbeitstage hatten in der Regel zehn Stunden, rechnet man die Zeit mit ein, die Kamp täglich zwischen ihrem Wohnort Rheine-Mesum und dem Arbeitsplatz in Münster pendelt. „Ich habe ein schönes Zuhause“, sagt Kamp und lacht. „Da möchte ich eigentlich öfter sein.“

Wie genau sie die neu gewonnene unverplante Zeit verbringen wird, weiß sie noch nicht. „Ich habe viele Ideen, aber keine Pläne“, sagt die dreifache Mutter. Alle Kinder, im Alter zwischen 30 und 40 Jahren, wohnen nicht in der Nähe. Die beiden Enkelkinder leben in Uganda. Mehr Zeit für die Familie zu haben, ist Ise Kamp daher sehr wichtig.

„Mein Mann und ich hatten uns vorgenommen, in den Ruhestand zu gehen, wenn wir noch fit sind. Nicht erst, wenn wir uns total ausgelaugt fühlen“, sagt Kamp. Ihr Mann ist Lehrer und wird im Sommer in den Ruhestand gehen.

„Eines werde ich garantiert nicht machen: mich direkt ab dem 2. Januar ehrenamtlich in meiner Pfarrei engagieren.“ Das hielte sie für keine gute Idee. Ihre Sorge dabei, man könne ihr aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit im Generalvikariat den Stempel der Besserwisserin aufdrücken, „selbst, wenn ich natürlich nicht so auftreten würde“.

Der ehrenamtliche Einsatz in der Ghana-Partnerschaft ist für Ise Kamp hingegen gesetzt – sowohl auf Bistums- als auch auf Pfarreiebene. „Das steht für mich nicht zur Disposition“, sagt sie mit Nachdruck, da ihr die Partnerschaft sehr am Herzen liegt.

Worauf Ise Kamp in Zukunft gerne verzichtet, die Antwort kommt prompt: Die Organisation der Pfarreiratswahlen. „So wichtig ich diese Arbeit auch finde – es war immer ein sehr mühsames Geschäft“, gibt Kamp zu. Dreimal war sie während ihrer Amtszeit mit der Organisation der Wahlen betraut. Zuletzt 2017, als dazu die Briefwahl eingeführt wurde.

Es sei viel zu beachten gewesen, resümiert Kamp. „Angefangen damit, dass wir auf NRW-Ebene einen gemeinsamen Termin, ein Motto und Plakate finden mussten, mit dem auch alle Generalvikare der fünf NRW-Bistümer leben konnten.“ Auch Anfragen aus Pfarreien, in denen sich AfD-Mitglieder zur Wahl gestellt haben, landeten bei ihr. Gut ein halbes Jahr vor den Wahlen und einige Monate danach war sie jeweils mit der Organisation beschäftigt. „Das war dann teilweise ein 24-Stunden-Job.“ Schließlich kämen Anrufe und Mails von den ehrenamtlich engagierten auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten.


Die ehrenamtlich Engagierten in den Pfarreien sind Ise Kamp besonders wichtig. Es stört sie nicht, wenn die Arbeit des Diözesankomitees in den Gemeinden unbeachtet beleibt. „Wichtig ist umgekehrt, dass man im Diözesankomitee das im Blick behält, was für die Ehrenamtlichen vor Ort Thema ist.“ Gerade im Blick auf den angestoßenen Kulturwandel. „Die Ehrenamtlichen dürfen keine Lückenbüßer sein“, betont Kamp.

 

Text: Martin Schmitz, Kirche+Leben
Foto: Anke Lucht, Bischöfliche Pressestelle
28.12.2018

 

 

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