Diözesankomitee der Katholiken: Keine Werbung für Abtreibungen

Das Beratungskonzept nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz soll Frauen mit der benötigten Unterstützung und mit Informationen versorgen.

Bistum Münster. Für den Erhalt des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche setzt sich die Laienvertretung im Bistum Münster ein. „Ein Schwangerschaftsabbruch ist weder für die betroffenen Frauen noch für Ärzte ein normaler Vorgang“, erklärte die Vorsitzende des Diözesankomitees der Katholiken, Notburga Heveling, am Donnerstag (15.03.2018) in Münster. „Das Werbeverbot für den Schwangerschaftsabbruch schützt Frauen vor manipulierten Informationen durch denjenigen, der mit Schwangerschaftsabbrüchen Geld verdient“, stellte Heveling fest.

Die aktuelle Debatte über das Werbeverbot bzw. dessen Modifizierung zeigt nach ihrer Meinung ein verzerrtes Verständnis der geltenden Rechtslage. Der Werbeverbots-Paragraf 219a des Strafgesetzbuches solle das ungeborene Leben schützen und eine angemessene Beratung garantieren. Aus der Schutzpflicht des Staates habe das Bundesverfassungsgericht vor Jahren gefolgert, dass die Frauen ergebnisoffen, aber in Richtung des Schutzes des ungeborenen Lebens zu beraten seien. Aus der Beratungspraxis ist nach Darstellung der Vorsitzenden des Diözesankomitees bekannt, dass Frauen oft noch viele Jahre unter einem Schwangerschaftsabbruch leiden; auch daher dürfe nicht aus Profitgier dafür geworben werden.

Vielfältige bestehende seriöse Informationsmöglichkeiten

Das Beratungskonzept nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz soll Frauen mit der benötigten Unterstützung und mit Informationen versorgen, wie Heveling weiter erläutert. „Sowohl in einer Beratungsstelle als auch bei ihrer Frauenärztin werden die Betroffenen auf eine sichere Art und Weise über die Möglichkeiten, Folgen und Risiken des Schwangerschaftsabbruchs und mögliche Alternativen informiert.“ Die Informationsmöglichkeiten für schwangere Frauen seien vielfältig und würden von sehr unterschiedlichen Anbietern gegeben.

Nachdrücklich warnt Heveling davor, dass die Aufhebung des Werbeverbots nur ein erster Schritt zur allgemeinen Lockerung des Lebensschutzes werden solle. Die derzeitige Gesetzeslage sei die Folge einer intensiven, auch schmerzhaften politischen und öffentlichen Debatte, bei der sich die katholische Kirche eigentlich einen noch höheren Lebensschutz gewünscht habe.

15.03.2018

Diözesankomitee
der Katholiken

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