Verabschiedung von Pater Manfred Kollig: "Freund der Laien"

Pater Manfred Kollig wurde als Geistlicher Beirat des Diözesankomitees verabschiedet.

Pater Manfred Kollig wurde als Geistlicher Beirat des Diözesankomitees verabschiedet.

Pater Manfred Kollig war seit Mai 2011 Geistlicher Beirat des Diözesankomitees der Katholiken. Im Februar wird er Generalvikar des Erzbischofs von Berlin, Dr. Heiner Koch. Bei der Vollversammlung der Laienvertretung am 12. November 2016 wurde Pater Manfred offiziell verabschiedet. - Die Vorsitzende des Diözesankomitees, Notburga Heveling, sagte bei der Verabschiedung:

"Liebe Delegierte, liebe Gäste! Wie Sie sicherlich mitbekommen haben, verlässt unser Geistlicher Beirat Pater Manfred Kollig Münster und geht nach Berlin. Der dortige Erzbischof Dr. Heiner Koch hat ihn zu seinem Generalvikar ernannt. Sein neues Amt wird Pater Manfred am 1. Februar 2017 antreten.

Das bedeutet für uns: Pater Manfred ist heute zum letzten Mal in seinem Amt als Geistlicher Beirat bei unserer Vollversammlung. Daher möchten wir ihn heute in dieser Runde offiziell verabschieden und „Lebe wohl!“ sagen.

Lieber Pater Manfred, so sehr wir uns für Sie über diese ehrenvolle Berufung freuen, so sehr bedauern wir den Abschied von Ihnen. Es ist sehr schade, dass Sie uns verlassen, denn es geht ein Freund der Laien, ein kluger Ratgeber, ein profunder Theologe, ein Geistlicher im wahren Wortsinn, ein Mensch, mit dem wir gerne zusammen gearbeitet haben!

Am 21. Mai 2011 wurden seinerzeit wir beide von der Vollversammlung der diözesanen Laienvertretung gewählt. Sie erhielten dabei eine Zustimmung von 100 Prozent. Bei Ihrer Vorstellung stellten sie damals die gemeinsame Verantwortung von Laien und Bistumsleitung für die Kirche heraus. "Wir haben gemeinsam Teil am Hirten-, Priester- und Prophetenamt", betonten Sie. Sie haben dafür geworben, weiterhin die "große Herde" im Blick zu haben und sich nicht auf eine immer kleiner werdende "Kerngemeinde" zu begrenzen. "Wir brauchen immer wieder neu den missionarischen Aufbruch und müssen gemeinsam mit den je eigenen Gaben dazu beitragen, dass Kirche einladend bleibt", haben Sie damals gesagt.

Für eine einladende, offene, menschenfreundliche Kirche haben Sie stets geworben – und Sie haben dies selbst auf Ihre Weise gelebt: Freundlich, offen, neugierig, achtsam, klug, ausgleichend, mit einem hintersinnigen Humor, tiefgläubig. Für dieses persönliche Zeugnis danken wir Ihnen! Das hat gut getan.

Vieles haben wir miteinander entwickelt, ob Dialogprozess auf Bistums- oder Bundesebene, Pastoralplan oder jetzt auch die Positionen zur Familiensynode. Alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.

Obwohl Sie als spiritueller Mensch dem Himmel so nah sind, haben Sie es immer wieder geschafft, uns zu erden. Dabei haben Sie uns ermuntert, grundsätzlich zu werden, bevor wir speziell werden wollten. „Warum wollen wir das?“ „Wozu machen wir das?“ – Das waren und sind Fragen, die Sie uns stellten und die uns nicht selten aus einem voreiligen Aktionismus herausgeholt haben. – Das war wichtig und hat uns weiter gebracht.

Lieber Pater Manfred, als Geistlicher Beirat und Seelsorgeamtsleiter waren Sie unser Verbindungsmann zur Bistumsleitung und zum Bischof. Da war nicht selten ein Spagat gefragt. Und ich bin mir sicher, dass Sie sich auch so manches Mal geärgert haben – manchmal, „über die am Domplatz“ und sicher nur selten über uns „wilde Laien“.

In Berlin nun sind Sie demnächst der 2. Mann als Stellvertreter des Erzbischofs, als sein „Alter Ego“, sein „anderes Ich“. Den Berlinern gilt ebenso wie Ihnen unser Glückwunsch! Die Laien in der Hauptstadt dürfen sich freuen. Wir wünschen Ihnen von ganzem Herzen viel Erfolg, Glück, Geduld, Kraft und Gottes Segen in Ihrem neuen Amt.

Marlene Dietrich hat gesungen: „Ich hab noch einen Koffer in Berlin, deswegen muss ich nächstens wieder hin. Die Seligkeiten vergangener Zeiten sind alle noch in meinem Koffer drin.“

Lieber Pater Manfred, Ihr neues Amt wird kein Leichtes sein – das wissen Sie, das ahnen wir. Und deswegen: Lassen Sie einen Koffer hier mit all den Seligkeiten, und erinnern sich an uns und all die guten Zeiten, die wir miteinander verbringen durften!

Herzlichen Dank noch einmal für alles! Möge Gottes Segen Sie begleiten!"

Pater Manfred dankte ebenfalls für die "gute Zusammenarbeit". Als denkende Menschen sei es normal, dass es zu verschiedenen Themen auch unterschiedliche Meinungen gebe. Kirche und Gesellschaft bräuchten aber den Diskurs. Kollig rief die Delegierten zum Engagement auf, das man "bis zum letzten Atemzug" zeigen könne und so auch Zeugnischarakter habe. - Die Delegierten zeigten mit lang anhaltendem Applaus Dank und Respekt für die Arbeit ihres scheidenden Geistlichen Beirats.

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12.11.2016

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der Katholiken

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T 02 51 495-563
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Mail: dioezesankomitee@
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